Startseite » Umbau, Werkzeug » Tool Time – Der Nagelroller

Tool Time – Der Nagelroller

8 September 2010 (von Matthias)

Heute wollte ich die Dornenwalze mal einem kleinen Praxistest unterziehen. Dafür habe ich eine Wand mit und eine ohne dieses Werkzeug bearbeitet. Beide Wände haben eine 3 lagige Tapete (sog. Papier-Prägetapete), die eine ist 2 Bahnen kürzer als die andere.

Die Vorarbeiten waren erstmal dieselben: oberste Tapetenschicht trocken abreißen.

Danach wurde die erste Wand mit dem Nagelroller 30min von oben bis unten „massiert“ 🙂
Leider zu lang für den Roller, denn eine der Befestigungsschrauben wurde so heiß, dass die Plastikrolle am Gewinde schmolz!

Anschließend ordentlich mit Seifenlauge eingerieben und einziehen lassen. Dann gings ans Abkratzen der Tapete. Zu guter Letzt mussten noch einige Stellen erneut nass gemacht werden, bevor die kleineren Tapetenreste schließlich auch von der Wand verschwanden.

Alles in allem hat mich die Wand mit Nagelroller 100min. und eine ausgeleierte Rollerhalterung gekostet.

Bei der anderen Wand konnte direkt die Seifenlauge aufgetragen werden, kurz einziehen und schon kreiste der Spachtel. Hier blieben zwar nach dem ersten Abkratzen weit mehr Tapetenreste kleben, die nach dem zweiten Anfeuchten aber auch weg waren. Diese Wand kostete mich 70min.

Fazit: Gebracht hat mir der Nagelroller auf diesem Untergrund überhaupt nichts (außer einem erneuten Besuch beim Baumarkt).
Unnütz ist er trotzdem nicht, denn Katja musste sich heute mit mehrfach gestrichener Rauhfasertapete rumärgern. Hier half der Roller enorm, denn er durchlöcherte die Farbschichten, so dass genug Lauge in die unteren Schichten gelangen konnte. So war wenigstens das Abreißen kleiner Stücke möglich.

Als nächstes steht der Kauf eines Akkuschraubers und einer Bohrmaschine an. Falls einer von euch ein Gerät empfehlen kann oder von einem bestimmten abrät, immer her mit Meldungen.

Umbau, Werkzeug , , ,

3 Kommentare zu “Tool Time – Der Nagelroller”

  1. Ganz wichtiger Tipp, von „erfahrenen“ Renovierern:

    spart nicht am Werkzeug!

    Soll heißen: kauft lieber nen Bosch-Bohrhammer, der vermutlich etwas mehr kostet, als so nen Billigscheiß – den wir auch erst hatten und der nicht nur Zeit und Nerven gekostet hatte, sondern im Endeffekt eh schnell hinüber war und ersetzt werden musste.

    Makita wurde mir auch zuletzt empfohlen, da hab ich aber noch keine Erfahrung mit.

    Gruß
    Freddy

  2. Makita hab ich auch bei Amazon gelesen, ist der Verkaufsschlager, aber kostet auch ne ganz schöne Stange. Bisher haben wir außer dem ganzen „Kleinscheiss“ nur nen noname Akkuschrauber & Bohrmaschine gekauft. Hoffe einfach, dass die für den Preis zumindest die 2 Jahre Garantie durchhalten…

  3. Hi!

    Bohrhammer ist immer der bessere Weg. Gute Bohrhammer gibt es von Bosch bereits um die 200 Euro inkl. SDS-Bohrer. Makita ist noch eine Klasse besser, aber auch ein paar Euros teurer. NoName-Ware würde ich persönlich nicht kaufen. Besonders für Löcher an den Decken und Außenwänden bewährt sich ein Bohrhammer. Mit einer Schlagbohrmaschine dauert das „Stunden“.

    Sehr gute Akkuschrauber mit ordentlich „Wumms“ kosten so um die 100 Euro, z.B. AEG, Bosch, Makita.

    Grüße

    Andreas

Hinterlasse ein Kommentar

(required)

(required)


This blog is kept spam free by WP-SpamFree.