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Unverhofft kommt oft *Pling*

15 November 2010 (von Katja)

Heute haben wir unglücklicherweise eine weitere Trophy bekommen :'(

Wie die Probebohrungen ergeben haben, ist das Befürchtete eingetroffen: unser Badezimmer besteht nur aus drei anstatt vier Wänden. Das Haus wurde direkt an die Außenmauer des Nachbarhauses gebaut, ohne dass eine eigene Mauer auf unserer Seite eingezogen wurde. Das bedeutet, wenn sich unser Haus bewegt, setzt es sich ein Stück weiter vom Nachbarn ab. In den letzten 50 Jahren ist dadurch eine Neigung der Wand um 2cm entstanden.

Das ganze umfasst unser Bad, den Kamin, das Gäste WC und den Tank-Raum im Keller.

Leider heißt das für uns, dass wir diese Wände nicht einfach neu verputzen und vor allem fliesen können, da immer wieder Risse entstehen werden, die die Kacheln beschädigen würden.

Für das Badezimmer gibt es immerhin eine relativ einfache Lösung: alles was als Aufbau der Wand an die Außenwand des Nachbarn aufgetragen wurde (eine ca. 7cm dicke Schicht aus Putz, Fliesenkleber und Bimsstein) wird rausgehauen. Anschließend wird eine 2cm Dämmung und eine 5-7cm Mauer vor die Außenwand gesetzt. So bleiben Gott sei Dank auch die alten Badmaße einigermaßen bestehen, so dass die Planung nicht mehr geändert werden muss.

Zukünftig, wenn sich unser Haus weiter setzt, wird sich diese Wand dann mitbewegen. Dies bedeutet in den nächsten Jahren nur kleinere Haarrisse zwischen Decke und Wand, aber keine großen Risse wie bisher.

Im GästeWC gestaltet sich das ganze schon schwieriger. Hier kann keine 7cm Mauer mehr eingezogen werden, da der Raum nicht breit genug ist. Außerdem würde dies die Schwingungen der Betondecke nicht auffangen und so könnten trotzdem Brüche in den Wänden entstehen. So wie es momentan aussieht, werden wir hier die Türzarge und den Windfang komplett rausnehmen müssen, das Stück Mauer um die WC-Tür einreißen, einen Stahlträger einziehen und alles wieder aufbauen.

Im Keller sieht es ähnlich aus. Allerdings wäre es uns hier egal eine Mauer vor die bisherige zu setzten, da wir den Raum außer für die neue Heizungsanlage nicht weiter verplant haben.

Insgesamt bedeutet dies Kosten, die wir nicht eingeplant hatten. Genau beziffern können wir den Mehraufwand allerdings erst, nachdem wir mit unserem Architekten die geschilderten Arbeiten durchgesprochen haben. Gut, dass es für diesen Fall wenigstens eine Belohnung gibt:

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2 Kommentare zu “Unverhofft kommt oft *Pling*”

  1. Wow, ist das nicht toll? Ihr bekommt ganz um sonst ein San-Francisco-Wohngefühl und könnt das auseinanderdriften tektonischer Platten selbst erfahren.
    Und was mich interessiert, wenn man die Renovierung eines Hauses angeht, wie viel % an Kosten plant man für solch unvorhergesehene Fälle ein?

    Und Glückwunsch zur Trophy! 😉

  2. Naja, sagen wir so: die eingeplanten Kosten für unvorhergesehene Dinge sind zum Teil schon vom neuen PKW aufgebraucht worden.

    Allerdings haben wir beim Darlehen aus den Vollen geschöft, so dass die Sache darüber irgendwie schon hinhauen wird. Das hoffen wir zumindest, denn bisher gibts ja nur Kostenvoranschläge aber keine „echten“ Rechnungen.

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