{"id":9,"date":"2010-06-21T07:07:21","date_gmt":"2010-06-21T05:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stuebbenhaus.de\/?page_id=9"},"modified":"2011-05-18T08:37:24","modified_gmt":"2011-05-18T06:37:24","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stuebbenhaus.de\/?page_id=9","title":{"rendered":"Wie alles begann"},"content":{"rendered":"<p>Im Mai 2010, als wir wieder mal frustriert von einer Besichtigung nach Hause kamen, unterhielten wir uns nicht nur \u00fcber das gerade gesehene Objekt, sondern auch mal wieder \u00fcber das augenscheinlich seit Jahren frei stehende und \u00e4ltere Haus auf der anderen Stra\u00dfenseite.<\/p>\n<p>Wie cool w\u00e4re es in dieser sch\u00f6nen Lage, mit vertrauter Umgebung wohnen bleiben zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Nach Gespr\u00e4chen mit Bekannten im B\u00fcrgerb\u00fcro und im Bauamt stellte sich heraus, dass da noch jemand wohnte. Jedenfalls wurde regelm\u00e4\u00dfig die Post abgeholt. Einige Tage sp\u00e4ter warfen wir einen Brief mit Kaufinteresse in den mehr als maroden Briefkasten.<\/p>\n<p>Nur ein paar Tage sp\u00e4ter klingelte das Telefon und eine \u00e4ltere Dame meldete sich. &#8222;Ich wohne noch hier, aber sie haben Gl\u00fcck, ich habe mich in der Tat entschieden, das Haus zu verkaufen.&#8220;<\/p>\n<p>Wir verabredeten f\u00fcr den 29.05.2010 einen Besichtigungstermin. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitreise durch die sp\u00e4ten 60er Jahre. Allein das Arbeitszimmer ihres vor 17 Jahren verstorbenen Mannes wirkte so, als ob Helmut Schmidt jede Minute hereinspazieren und zu einem Fotoshooting f\u00fcr den &#8222;stern&#8220; platz nehmen wollte. Der ca. 7 Zoll gro\u00dfe Loewe R\u00f6hren-Fernseher &#8211; schon in Farbe, wie sie versicherte &#8211; sowie ein altes Emaille Sp\u00fclbecken in der K\u00fcche und ein original Bosch K\u00fchlschrank im Keller rundeten die Zeitreise ab.<\/p>\n<p>Schon nach dem ersten Rundgang hatte ich mich verliebt. Endlich verstand ich die Worte meiner Schwiegermutter, die immer wieder betonte: &#8222;Du kommst rein und wei\u00dft sofort, ob es das Richtige ist oder nicht.&#8220; Dieses Gef\u00fchl hatte ich in den ganzen Jahren Haus-Suche nicht einmal erlebt.<\/p>\n<p>Nach der Besichtigung setzten wir uns mit der \u00e4lteren Dame zusammen und besprachen das Gesch\u00e4ftliche. Als sie begann mit: &#8222;Ich habe vor einigen Monaten das Haus sch\u00e4tzen lassen&#8220;, schauten wir uns an und mussten schlucken. Doch als sie uns ihre Preisvorstellungen mitteilte, stellte sich ein L\u00e4cheln ein, welches in ein breites Grinsen umschlug, als wir das Grundst\u00fcck wieder verlassen hatten. Sollten wir wirklich ein Haus gefunden haben, was uns nicht nur gefiehl, sondern auch finanziell tragbar war?<\/p>\n<p>Als wir wieder zu Hause waren, riefen wir direkt ein paar Freunde &amp; Bekannte mit handwerklichem Know-How an, die uns zu einem zweiten Besichtigungstermin begleiten sollten. Schlie\u00dflich wollten wir schnellstm\u00f6glich wissen, ob das modernisierungsbed\u00fcrftige Haus gen\u00fcgend Grundlage besa\u00df. Man will sich nat\u00fcrlich mit den baulichen Ma\u00dfnahmen nicht total \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Leider konnte so kurzfristig niemand und unsere Eltern waren im Urlaub. Gl\u00fccklicherweise sagte spontan ein Bekannter, der sich selbst vor ein paar Jahren ein Haus gekauft und wieder aufgebaut hatte, zu.<\/p>\n<p>Ihm gefiel das Haus ebenfalls auf Anhieb, nicht nur aufgrund der tollen Aufteilung und das man einiges daraus machen konnte. \u00dcber die Modernisierung der Fenster, Elektrik und Heizung waren wir uns einig, lediglich ein breiter Riss im Badezimmer beunruhigte ihn ein wenig. Wahrscheinlich\u00a0nur ein Setzriss des Hauses, der in den letzten 50\u00a0Jahren nicht repariert, sondern immer nur \u00fcberstrichen wurde. Er empfahl uns einen seiner Bekannte &#8211; einen Architekten &#8211; anzurufen und sich das mal genauer anzuschauen. Au\u00dferdem hatte er eine Menge n\u00fctzlicher Kontakte zu Handwerkern, die uns beim Umbau behilflich sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Allen voran emfahl er uns einen Finanzberater, da wir uns immer noch nicht 100%ig sicher waren, ob unsere finanziellen Mittel f\u00fcr Haus plus Umbau reichten.<\/p>\n<p>Der erste Beratertermin verlief noch ziemlich chaotisch, weil wir unsere Unterlagen nicht wirklich gut aufbereitet vorlegen konnten. So musste er sich erst m\u00fchsam durch Versicherungspolicen, Kontoausz\u00fcge und Gehaltsabrechnungen\/Steuererkl\u00e4rungen k\u00e4mpfen, ehe er sich ein erstes Urteil \u00fcber unsere Kreditw\u00fcrdigkeit bilden konnte. Nach einigen Stunden Rechnerei gab er die m\u00fcndliche Zusage, dass wir uns die Immobilie &#8222;leisten&#8220;\u00a0 k\u00f6nnen und einem Kredit nichts im Wege stehen sollte.<\/p>\n<p>Nachdem dies gekl\u00e4rt war, wurde von ihm ein Finanzierungsplan auf die Beine gestellt und das passende Kreditinstitut f\u00fcr das Darlehen gesucht. Parallel konnten wir der Verk\u00e4uferin unsere endg\u00fcltige Zusage zum Hauskauf geben.<\/p>\n<p>Die Bank, \u00fcber welche die Finanzierung laufen sollte war aufgrund der Rahmenbedingungen recht schnell gefunden und die erforderlichen Unterlagen wurden eingereicht. Zeit also,\u00a0 einen Notartermin anzusetzen.<\/p>\n<p>Und genau an dieser Stelle beginnt dieser Blog&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mai 2010, als wir wieder mal frustriert von einer Besichtigung nach Hause kamen, unterhielten wir uns nicht nur \u00fcber das gerade gesehene Objekt, sondern auch mal wieder \u00fcber das augenscheinlich seit Jahren frei stehende und \u00e4ltere Haus auf der anderen Stra\u00dfenseite. 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